Gangsta Rap: Open Space Café

On November 10 we will host our second  Open Space Café together with Antonia Pötsch and Alexander Christof.

 

Topic

Im Lichte aktueller Entwicklungen in der deutschen Gangsta-Rap-Szene scheint die Frage nach der Kunstfreiheit sowie die Frage nach dem Kunstbegriff an neuer Aktualität zu gewinnen.

Derzeit fallen Aussagen wie „ „Ich schlag dir die Zähne raus. Man hört nur noch dein F****geschrei. Logge mich ein bei Instagram. Das wird dann auf Story geteilt“ als Liedtext verpackt unter den Kunstbegriff und damit in den Schutzbereich der Kunstfreiheit. Werden solche Inhalte als Kunst verstanden, stellt sich die Frage, ob die Verankerung der Kunstfreiheit tatsächlich als „einer der wichtigsten Schritte für ein liberaleres Klima in diesem Land in diesem Jahrhundert” (Karl Blecha) gesehen werden kann,

Antonia Maria Pötsch und Alexander Christof diskutieren einmal aus verfassungsrechtlicher Perspektive und einmal aus Sicht des ausübenden Musikers den Kunstbegriff sowie Grenzen der Kunstfreiheit und Authentizität in der Kunst.

 

November 10, 2021 | 18:00

Café Harrach, Graz

Language: German

 

Antonia Maria Pötsch

Die Dramaturgin (Musikverein für Steiermark) und Juristin ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Öffentliches Recht und Politikwissenschaften (Arbeitsbereich Univ.-Prof. DDr. Dr. h.c. Bernd Wieser) tätigt. Der Forschungsschwerpunkt von Antonia Maria Pötsch liegt in den unterschiedlichen verwaltungs- bzw verfassungsrechtlichen Aspekten des Kunst- und Kulturrechts sowie im Vergleichendem Verfassungsrecht. Im Zuge ihrer Dissertation analysiert Sie interdisziplinär die Herausforderungen des Grundrechts auf Kunstfreiheit aus musikwissenschaftlicher sowie juristischer Perspektive am Beispiel des deutschsprachigen Gangsta-Raps.

 

Alexander Christof, geboren 1989 in Freistadt (OÖ), studierte an der Kunstuniversität Graz Instrumentalpädagogik Akkordeon sowie das Lehramtsstudium Musikerziehung / Instrumentalmusikerziehung in den Fächern Akkordeon und Klavier (Unterricht bei Niko Kumpuvaara, Christian Bakanic, Peter Dominik und Prof. Georg Schulz). Die Studien schloss er mit Auszeichnung ab. Seit seiner Studienzeit ist er als Akkordeonist an zahlreichen Projekten beteiligt, u. a. in der Pop-Band Granada, im Vokalquartett Chilli da Mur, im Jazz/Pop-Duo Desustu sowie im Austrian Jazz Chamber Ensemble. Zahlreiche Tourneen im deutschsprachigen Raum, CD-Produktionen sowie Nominierungen bei den Amadeus Austrian Musikawards (mit Granada) komplettieren sein künstlerisches Schaffen.

 

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